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Bewertungskriterien

Die Förderung eines Innovationsprojektes im Förderprogramm hängt von der positiven Bewertung folgender für den Antragsteller bzw. das Innovationsprojekt betreffende Kriterien ab:

 

 

 Antragsteller

 Innovationsprojekt 

 Unternehmensstrategien  und
Innovationspotenziale

 Art der Innovation und Innovationshöhe

 Organisationsstruktur und Projektabwicklung

 Projekt- und Innovationsmanagement

 Markterwartung und Projektverwertung

 Eignung für das Förderprogramm

 Regionale Entwicklungsaspekte in Bezug auf den Unternehmensstandort


Die Bewertung der Innovationsprojekte wird gemäß Bewertungsleitfaden in den einzelnen Kriterien nach Punkten vorgenommen und jeweils einer Mindestpunkteanzahl (Schwellenwert) gegenübergestellt. Wird der Schwellenwert in einem oder mehreren Kriterien unterschritten, kann das Projekt für die Förderung nicht berücksichtigt werden. Die Bewertung in den einzelnen Kriterien erfolgt nach folgenden Themenstellungen und beispielhaft aufgezeigten für die Bewertung positiven (+) und negativen (-) Aspekten. 

  • Unternehmensstrategien und Innovationspotenziale
    Bewertet wird, welche Kernkompetenzen und angestammten Geschäftsfelder im Unternehmen bestehen und in welchem Verhältnis diese zu den durch das Innovationsprojekt aufgezeigten Unternehmenszielen und -strategien bzw. Innovationspotenzialen stehen.
    + nachvollziehbare Strategie, von Qualität und Umfang her erreichbare Zielsetzungen
    + zentrale Bedeutung des Innovationsprojektes für die Unternehmensstrategie 
    - hinsichtlich Markterfolg kaum gefestigte, bestehende Geschäftsfelder
    - geringe positive Auswirkungen auf Beschäftigung und Wertschöpfung am Standort Oberösterreich
  • Organisationsstruktur und Projektabwicklung
    Bewertet werden die im Unternehmen bzw. Unternehmensumfeld vorhandenen Organisationsstrukturen und deren Kompatibilität  in Bezug auf die aus der Abwicklung des Innovationsprojektes entstehenden Anforderungen.
    + nachhaltige Einbindung relevanter Organisationsbereiche in das Innovationsprojekt
    + Zugänge zu erforderlichen Ressourcen und Kompetenzen intern wie extern
    - Unklarheiten bzw. geringe Detaillierung in der Projektplanung
    - funktionale Überlastung der Innovationsassistentin/des Innovationsassistenten

  • Markterwartung und Projektverwertung
    Bewertet wird der erhobene Bedarf des Endkunden, die Einschätzung der aktuellen Marktsituation (z.B. Wettbewerb, andere Technologien) sowie die Maßnahmen zur Erreichung des Kunden (Marketing, Vertrieb, Produkt- Dienstleistungsmix etc.).
    + belegbare Markterwartung bzw. Marktzugänge
    + frühzeitige Überlegungen zur (verbesserten) operativen Umsetzung am Markt
    - grobe Ableitung genereller Marktgegebenheiten auf Situationen in Nischenmärkten
    - fehlende Erhebung zur Sichtweise der Kunden

  • Art der Innovation und Innovationshöhe
    Bewertet wird der Neuheitsgehalt der Projektergebnisse in Relation zu bestehenden Produkten, Prozessen oder Strukturen und der innovative Schritt, der mit dem Projekt bewerkstelligt wird.
    + deutlicher Ausbau der Kernkompetenzen, Einbindung von externem Wissen
    + wesentliche Investition in betriebsspezifische Neuerungen mit klarem Bezug zu neuesten Technologien
    - geringe unmittelbare Relevanz für den Erfolg am Markt
    - im Vergleich zur Kompetenzbasis überhöhtes Risiko

  • Projekt- und Innovationsmanagement
    Bewertet wird, inwiefern durch das Projekt innovationsrelevante Faktoren wie Kooperationsfähigkeit, innerbetriebliches Innovationsmanagement, Forschung & Entwicklung oder Nutzung von Förderinstrumentarien im Vergleich zu bisherigen Gepflogenheiten gestärkt werden.
    + Bedarf an externer Beratung zur Erhöhung der Innovationsneigung
    + Anstellung von Uni- oder FH-Fachkräften noch keine Selbstverständlichkeit (niedriger Akademikeranteil)
    - geringer Nachholbedarf, umfassende Erfahrungen im Umgang mit Innovationen
    - zeitlich und inhaltlich kurzfristige innovative Anstrengung

  • Eignung für das Förderprogramm
    Bewertet wird, ob das vorgeschlagene Projekt für den Einsatz einer Innovationsassistentin/eines Innovationsassistenten bzw. -beraterIn geeignet erscheint.
    + sorgfältige Positionierung und Integration der Innovationsassistentin/des Innovationsassistenten
    + über den Förderzeitraum hinausgehende Planungen für die Entwicklung der Innovationsassistentin/des Innovationsassistenten
    - starke inhaltliche Überschneidungen des Innovationsprojektes mit angestammten Bereichen der Unternehmensberatung
    - Finanzierungsaspekte der Förderung überwiegen dem innovativen Impuls (Mitnahmeeffekt)